Jahreshauptversammlung des Heimatvereins

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins

Die Dokumentation der Ortsgeschichte im Heimathaus, Beiträge zum Tourismus in Stemwede durch das Team Erlebnisführungen und Einsätze für die Pflege des Ortsbildes: Der Heimatverein Levern ist aus dem Stiftsdorf nicht wegzudenken. Eine Bilanz des vorigen Jahres und der Ausblick auf die kommenden Jahre standen jetzt bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Meyer-Pilz auf der Tagesordnung.

Vorsitzender Joern Spreen-Ledebur, die stellvertretende Vorsitzende Christel Bade und Schatzmeister Wilhelm Bischof freuten sich über die gute Resonanz und ließen das vergangene Jahr Revue passieren. Der Vorstand dankte allen, die sich für den Heimatverein und für die Heimat einsetzten. Das seien zum einen die Mitglieder durch ihre Treue zum Verein, das seien zum anderen auch die Mitglieder, die sich aktiv bei der Pflege des Ortsbildes, der Biotop-Pflege oder den Ortsführungen eingebracht hatten. Mit rund 40 Besuchergruppen könne man zufrieden sein, merkte Ingrid Hölscher vom Team Erlebnisführungen an. Neun Gruppen seien aus der Gemeinde Stemwede bei Führungen dabei gewesen. So viele Gruppen habe man bisher noch nicht aus der Gemeinde zu Gast im Stiftsdorf gehabt. Der Heimatverein habe so seinen Beitrag geleistet, den Tourismus in Stemwede zu unterstützen, ergänzte der Vorstand.

Der Vorstand dankte Ortsheimatpflegerin Karin Klanke und allen Mitwirkenden für den Rundgang anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes in Levern am 4. April 2015. Mit mehr als 70 Gästen sei die Resonanz deutlich besser gewesen als erwartet. Viele positive Rückmeldungen habe es gegeben, auch von Gästen aus den Nachbarkommunen Rahden und Espelkamp. Aus Sicht des Vorstandes war es eine würdige Veranstaltung, die durch die Berichte von Augenzeugen an historischen Stellen besonders beeindruckend und bewegend war.

Heinrich Rust, Leiter des vom Heimatverein getragenen Heimathauses, freute sich über rund 1.000 Besucher im Museum. Neben Ferienspiel-Kindern sowie jungen Gästen aus Kindergarten und Grundschule seien unter anderem auch Gäste aus den USA und aus den Niederlanden im Museum gewesen und hätten sich hier über die Heimat ihrer Vorfahren informiert.

Rust freute sich auch, dass im Heimathaus jetzt auch standesamtliche Trauungen möglich sind. Er erinnerte daran, dass die Präsentation in der Ausstellung überarbeitet werde, um den Gästen immer wieder Neues zu zeigen. Der Fundus des Museums biete Möglichkeiten dazu. Derzeit dokumentiert das Heimathaus-Team das Schicksal von Evakuierten und Flüchtlingen, die während oder nach dem Zweiten Weltkrieg in den Raum Levern kamen. Das sei gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlings-Thematik aktuell, merkte Heinrich Rust an. „Die Leute damals waren genau so ein Spielball wie die Flüchtlinge heute.“

Der Vorstand erinnerte während der Versammlung daran, dass die Leverner Heimatfreunde mit Heimatfreunden aus benachbarten Heimatvereinen wie Stemwede, Varl/Varlheide, Kleinendorf und Wehe enger zusammenrücken und sich intensiver austauschen wollen. Dazu zählt nach Angaben des Vorstands der Gedankenaustausch, dazu zählen aber auch gemeinsame Veranstaltungen. So soll es im Mai unter anderem eine Halbtagsfahrt nach Osnabrück geben, im November eine „Kohltour“ um den Stiftshügel und umzu. Stemwedes Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier begrüßte die Überlegungen der Leverner zu gemeinsamen Aktionen mit anderen Heimatfreunden. „Es freut mich auch als Gemeindeheimatpfleger, dass sich da was tut.“ Winkelmeier lud alle interessierten Heimatfreunde aus dem Lübbecker Land und der niedersächsischen Nachbarschaft zu einer Sternwanderung am 12. Juni in den Stemweder Berg ein.